| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 10.2. Beratung der restlichen Anträge |
| Antragsteller*in: | SB Lindenthal |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 04.01.2025, 17:11 |
A17: D´r BinciBus kütt- BinciBusse statt Eltern Taxi
Weiterleitung
Antragstext
Die Jusos Köln beschließen, dass auf dem Kölner Stadtgebiet Fahrradbusse
eingerichtet werden, die Schulkinder morgens von der ersten Stunde, sowie nach
der 6. Stunde begleiten. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Anbindung der
Stadtrandgebiete an die Innenstadt gelegt werden. Zu Beginn eines jeden
Schuljahres sollen darüber hinaus Fahrradpolizist:innen die Kinder begleiten,
bis diese die Strecke und ihre Gefahrenquellen kennen.
Begründung
Jedes Jahr zum Schuljahresbeginn liest man auf Kölner Plakatwänden „Achtung die I-Dötzchen kommen“. Dies soll, insbesondere Autofahrer:innen auf die im Verkehr unerfahrenen Schulanfänger:innen aufmerksam machen, die mit Schulstart die Straßen Kölns fluten. Doch in der Realität sind doch gar nicht so viele kleine Kinder mit großen Schulranzen zu sehen. Vielmehr sind es große Autos mit 1-2 Kindern darin, die die Zufahrtsstraßen zu den kölner Schulen verstopfen. Viele Eltern trauen ihren Kindern noch nicht zu, die komplexen Gefahren des Kölner Stadtverkehrs mit Autos, LKWs, Bussen und Bahnen, eigenständig zu meistern, und steigen daher auf sogenannte Elterntaxis um. Dies ist weder ökologisch sinnvoll noch besonders effizient, ferner bergen die dadurch entstehenden morgendlichen Ministaus rund um Schulen ihre eigenen Gefahren.
Um dem entgegenzuwirken setzen andere Städte (unter anderem Düsseldorf) auf Fahrradbusse, sogenannte BinciBusse. Das ursprünglich aus Barcelona stammende Projekt sieht vor, sich Kinder morgens an immer derselben Stelle, entsprechend einer Bushaltestelle in die Fahrradgruppe einreihen, und mit ihr gemeinsam sicher zu den Schulen fahren.
Dies stärkt die Verkehrskompetenz der Kinder, und gibt ihnen als Gruppe eine neue Sicherheit im Straßenverkehr. Auch kann unabhängig von privaten Absprachen gemeinsam gefahren werden (ein Kind wird krank, die Kinder streiten sich etc.).
Eine Begleitung der BinciBusse durch Fahrradpolizist:innen in den ersten paar Wochen nach Schulbeginn bietet sich an, da dadurch die Kinder von Anfang an den richtigen Weg erlernen, dies das Vertrauen der Eltern in die BinciBusse stärkt und die Akzeptanz anderer Verkehrtseilnehmer:innen erhöht.
Ganz besonders bietet sich das Konzept für die Gebiete am Stadtrand an oder jene größere Wohngebiete die noch unzureichend an die Stadtbahnen und Busse der KVB angeschlossen sind (z.B. Widderdorf, Godorf etc.).
Da auch jüngere Kinder an weiterführenden Schulen (zB. die der Unterstufe) noch nicht unbedingt über die ausreichende Verkehrskompetenz verfügen auch wenige Kilometer ganz alleine mit dem Fahrrad zu bewältigen sollen auch diesbezüglich auf typischen Schulverkehrswegen BinciBusstrecken eingerichtet werden. Ziel ist dabei nicht jede einzelne weiterführende Schule abzufahren, sondern vielmehr strak von Schulkindern befahrene Strecken mit möglichen Gefahrenstellen in die Streckenabdeckung aufzunehmen. Ein mögliches Beispiel wäre eine Strecke von Weiden über Junkersdorf zu den Schulen in Lindenthal oder weiter bis in die Innenstadt. Hierbei würde der große Hauptverkehrsstraße Aachener Straße vom BinciBus gemeinschaftlich gemeistert.
