| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2026 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | SB Innenstadt |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 07.01.2026, 09:00 |
A6: „Klimakrise? Köln bleibt cool – Hitzeinseln bekämpfen!
Weiterleitung
Antragstext
Die Stadt Köln soll ein kommunales Programm zur Reduzierung urbaner Hitzeinseln
auflegen, das insbesondere sozial benachteiligte Stadtviertel berücksichtigt.
Maßnahmen sollen beinhalten:
Pflanzung von Bäumen und begrünten Flächen an öffentlichen Orten, Schulen
und Jugendzentren,
Schaffung von schattigen Aufenthaltsbereichen und Wasserstellen in Parks
und auf Plätzen,
Förderung von begrünten Dächern und Fassaden bei Neubauten und
Sanierungen.
Die Stadtverwaltung soll eng mit Schulen, Jugendzentren und Quartiersinitiativen
zusammenarbeiten, um junge Menschen aktiv an der Planung und Umsetzung teilhaben
zu lassen. Ziel ist es, Köln bis 2030 messbar „hitzeresistenter“ zu machen.
Begründung
Klimawandel ist kein abstraktes Problem – die Sommer in Köln werden heißer, die Nächte weniger erträglich, und Hitze trifft sozial schwächere Stadtviertel besonders stark. Junge Menschen, die dort wohnen, lernen unter diesen Bedingungen oft schlechter, haben weniger Freizeitmöglichkeiten im Freien und leiden stärker unter gesundheitlichen Belastungen. Hitzeinseln entstehen durch versiegelte Flächen, fehlende Bäume, wenig Grünflächen und dichte Bebauung. Sie verschärfen die gesundheitlichen Risiken des Klimawandels und verstärken soziale Ungleichheit. Ein kommunales Programm gegen urbane Hitzeinseln ist daher sozial-ökologisch notwendig:
Es schützt die Gesundheit von jungen Menschen, Kindern und Senior*innen gleichermaßen.
Es schafft öffentliche Räume, die Beteiligung und Gemeinschaft fördern.
Es liefert sichtbare, konkrete Ergebnisse im Kampf gegen den Klimawandel auf kommunaler Ebene.
Durch die aktive Einbindung junger Menschen können zudem lokale Lösungen gefunden werden, die sowohl ökologisch sinnvoll als auch sozial gerecht sind.
Hintergrundinformationen
Hitze belastet Stadtbewohner*innen: Untersuchungen zeigen, dass urbane Hitze insbesondere in dicht bebauten und sozial benachteiligten Quartieren deutlich höher ist als in grüneren Gegenden.
Gesundheitliche Folgen: Hitzebelastung führt zu Schlafstörungen, Erschöpfung, Kreislaufproblemen und erhöhtem Risiko für hitzebedingte Erkrankungen.
Klimagerechtigkeit: Menschen in benachteiligten Vierteln haben oft weniger Zugang zu kühlen Räumen oder Grünflächen, wodurch soziale Ungleichheiten verstärkt werden.
Partizipation junger Menschen: Schulen und Jugendzentren können als „Hitze-Oasen“ dienen und gleichzeitig junge Menschen an Klimaschutzprojekten beteiligen.
Evidenz für Effektivität: Städte, die konsequent Bäume pflanzen und öffentliche Plätze begrünen, senken lokal die Temperatur um mehrere Grad und schaffen gleichzeitig attraktive Begegnungsräume.
