| Antrag: | Arbeitsprogramm 2026 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | SB Innenstadt |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 20.01.2026, 12:31 |
Ä1 zu A25: Arbeitsprogramm 2026
Antragstext
Von Zeile 103 bis 107:
Wir sind Arbeiter*innenpartei und wollen uns im kommenden Vorstandsjahr stärker mit dem Thema Arbeit auseinander setzen. Denkbar sind Themen wie z.B. Armut trotz Arbeit, Minijobs, Leiharbeit. Außerdem möchten wir uns schwerpunktmäßig mit der Situation in benachteiligten Kölner Stadtteilen befassen. Ein Beispiel dafür wäre der Kölnberg im Stadtbezirk Rodenkirchen.
Aus der Wut auf soziale Ungerechtigkeit haben viele von uns die Motivation geschöpft uns politisch zu engagieren und Juso-Mitglieder*innen zu werden. Deshalb stellen Themen, die soziale Gerechtigkeit betreffen, für uns als Jusos Köln einen zentralen Teil unserer Verbandsarbeit dar. Ziel dieser Arbeit ist es unsere Mitglieder*innen und unseren Verband zu ermächtigen auf die SPD einzuwirken, damit die SPD in Zukunft wieder eine Partei ist, die für soziale Gerechtigkeit – nicht für soziale Ungerechtigkeit – steht.Ein zentrales Thema, dem wir uns dabei im Rahmen unserer Bildungsarbeit widmen wollen, ist Überreichtum. Wir wollen uns anschauen, welche strukturellen Ursachen das Anwachsen der Vermögensungleichheit in Deutschland begünstigen und uns fragen, wie der Staat Überreichtum wirksamer bekämpfen kann. Als sozialistischer Jugendverband betrachten wir es als unsere Aufgabe, innerhalb dieser Debatten auch immer zu hinterfragen, inwieweit „soziale Gerechtigkeit“ innerhalb eines kapitalistischen Systems überhaupt zu verwirklichen ist.Während monatelang über eine Bürgergeldreform diskutiert wird, durch die der Staat bestenfalls 850 Millionen Euro spart, wird die mangelhafte Verfolgung von Steuerkriminalität, die den Fiskus jedes Jahr mehr als 100.000 Millionen Euro kostet, politisch kaum thematisiert. Wir wollen uns damit beschäftigen, was wir als Verband und als Individuen tun können, um dieser diskursiven Schieflage etwas entgegenzusetzen.Fragen der sozialen Gerechtigkeit sind vielfältig und die Wirkung sozialer Ungerechtigkeit ist vielschichtig. Wir wollen uns der Frage widmen, wie soziale Ungerechtigkeit unserer Demokratie schadet. Als Arbeiter*innenpartei wollen wir uns außerdem mit dem Thema Arbeit auseinandersetzen und uns fragen, ob und wie bspw. Minijobs, Leiharbeit oder die neue Grundsicherung soziale Ungleichheit verschärfen. Auch das Thema Bildungsgerechtigkeit spielt für uns eine zentrale Rolle. Der Umstand, dass individuelle Bildungschancen stark von der sozialen Herkunft abhängig sind perpetuiert soziale Ungleichheit über Generationen hinweg.Auch Köln ist geprägt von sozialer Ungleichheit. Wir wollen die Ursachen für die strukturelle Benachteiligung bestimmter Stadtteile ergründen und Strategien erarbeiten, wie wir als Jusos Köln einen Beitrag leisten können, um Köln zu einer solidarischeren und gerechteren Stadt zu machen. Dabei soll ein Themenschwerpunkt Wohnungspolitik sein.Innerhalb unseres Verbandes wollen wir sicherstellen, dass Partizipation auch in Zukunft keine Frage des Geldbeutels ist. Bei der Planung von Veranstaltungen werden wir daher gewährleisten, dass niemand aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen von der Teilnahme ausgeschlossen ist. Soweit dies notwendig ist, werden die hierfür schon bestehenden Konzepte erweitert.
