| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2026 |
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| Antragsteller*in: | Jusos Nippes, Jusos Chorweiler & Jusos Rodenkirchen |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 09.01.2026, 21:07 |
A28: Fähr-Antwortung übernehmen – Instandhaltung statt Untergang!
Weiterleitung
Antragstext
Die Stadt Köln ist aufgefordert, die Rheinfähre Langel-Hitdorf und das Krokodil
Weiß-Zündorf als traditionelle Fährverbindungen zu erhalten und zu schützen.
Die ebenfalls traditionelle Fährverbindung Niehl-Stammheim/Flittard ist wieder
in Betrieb zu nehmen.
Begründung
Die traditionellen Fährverbindungen in Langel-Hitdorf, Zündorf–Weiß sowie Niehl–Stammheim/Flittard, sind ein wichtiger Bestandteil der städtischen Infrastruktur und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Mobilität, Lebensqualität und Identität unserer Stadt. Sie verbinden Stadtteile auf kurzem Wege, sparen lange Umfahrungen und stellen für viele Bürger*innen eine alltagstaugliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr dar.
Gerade vor dem Hintergrund der sozial-ökologischen Verkehrswende müssen diese Fährverbindungen erhalten, geschützt und zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Insb. dieFörderung von elektrisch betriebenen Fähren (E-Fähren) bietet hierbei, besonders bei der Wiederinbetriebnahme der Rheinfähre Niehl-Stammheim/Flittard, eine große Chance: Sie ermöglichen einen emissionsarmen, leisen und klimafreundlichen Betrieb und leisten damit einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Eine gezielte Förderung durch Stadt und Land kann dazu beitragen, die Betriebskosten zu senken, den Fortbestand der Verbindungen zu sichern und Köln als Vorreiterin für nachhaltige Mobilität auf dem Rhein zu positionieren.
Darüber hinaus haben die Fähren einen hohen sozialen und wirtschaftlichen Nutzen. Sie sind niedrigschwellige, bezahlbare Transportmittel, die insbesondere für Pendler*innen, Familien, ältere Menschen und mobilitätseingeschränkte Personen von großer Bedeutung sind. Gleichzeitig stellen sie ein wichtiges touristisches Angebot dar: Die Rheinfähren prägen das Stadtbild, sind Teil der kölschen Tradition und erhöhen die Attraktivität der Rheinregion für Besucher*innen. Davon profitieren lokale Gastronomie, Einzelhandel und das kulturelle Leben in den angeschlossenen Stadtteilen.
Der Erhalt dieser traditionellen Transportmöglichkeiten bedeutet daher nicht rückwärtsgewandte Verkehrspolitik, sondern eine moderne, nachhaltige und sozial gerechte Mobilitätsstrategie, die ökologische Verantwortung mit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort verbindet. Eine Vernachlässigung oder gar Aufgabe der Fährverbindungen würde nicht nur eine wertvolle Infrastruktur zerstören, sondern auch einen Verlust an Lebensqualität, Identität und wirtschaftlichem Potenzial für Köln bedeuten.
