| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 10.2. Beratung der restlichen Anträge |
| Antragsteller*in: | SB Innenstadt |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 04.01.2025, 17:08 |
A15: Fliegende Gärten övver Kölle
Weiterleitung
- Weiterleitung an:
- KölnSPD
Antragstext
Wir fordern die Stadt Köln auf, das Konzept der “Fliegenden Gärten” (basierend
auf dem Architekturbüro „Rataplan“) anhand eines Pilotprojekts im Stadtzentrum
eingehend zu prüfen und das Prüfergebnis zu veröffentlichen.
Begründung
Das Stadtzentrum Kölns gehört zu den wärmsten Orten Deutschlands. Die Rate der Verdichtung und Versiegelung ist hoch. Extreme Hitze schadet der Gesundheit: sie kann Herz-Kreislauf-Probleme verursachen und für gefährdete Bevölkerungsgruppen - etwa ältere Menschen und Kinder - tödliche Folgen haben. Da in den kommenden Jahren und Jahrzehnten von weiter steigenden Temperaturen auszugehen ist, braucht es kreative Lösungen.
Die Idee der „Fliegenden Gärten“ könnte dazu gehören. Das entsprechende Konzept des Architekturbüros “Rataplan” sieht vor, dass mit Kletterpflanzen bewachsene Netze ein grünes Blätterdach schaffen, das an Gebäudemauern oder Stahlgerüsten befestigt werden kann. Damit würde das Problem umgangen, dass einige (vor allem enge) Straßen in Stadtzentren nicht für Bäume geeignet sind.
Auf diese Weise ließen sich auch Orte begrünen, wo wegen Platzmangel, Versiegelung, Leitungen oder anderweitigen Gründen keine Bäume angelegt werden können. Pflanzen wachsen ohnehin sehr viel schneller als Bäume und helfen nicht nur, die Luftqualität zu verbessern, sondern auch die Umgebungstemperatur zu senken. Im Hochsommer kann so die Attraktivität des Stadtzentrums erhalten werden; insbesondere gefährdete Bevölkerungsgruppen können sich länger und sicherer dort aufhalten.
Natürlich wird sich die Prüfung auch mit Herausforderungen beschäftigen müssen. Dazu gehören, dass Hausbesitzer*innen die Befestigung der Netze genehmigen müssen und weitere Faktoren wie Kosten, Pflege, Pflanzengift, Feuerwehr und Straßenbeleuchtung.
Andererseits: auch die meisten anderen Zierpflanzen in der Stadt sind leicht giftig. Es können pflegeleichte Pflanzen verwendet werden. Bestehende Infrastruktur müsste nur minimal geändert werden. Und im Winter, wenn die Blätter weg sind, kann Sonne hindurchscheinen und Lichterschmuck aufgehängt werden. Nicht zuletzt könnte Köln durch solch eine innovative Lösung sein Profil als smart city schärfen und auf seine wirtschaftliche Attraktivität einzahlen.
München prüft sie bereits, Hannover diskutiert sie: auch Köln sollte sich „Fliegende Gärten“ gut überlegen und mit einem Pilotprojekt testen. Denn ein kühleres, grüneres Stadtzentrum kommt allen zugute.
