| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 10.2. Beratung der restlichen Anträge |
| Antragsteller*in: | SB Rodenkirchen |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 04.01.2025, 12:38 |
A7: Heute fährt die 18 endlich mal pünktlich - Studijobs bei der KVB ermöglichen
Weiterleitung
Antragstext
Die KVB ist in einem schlechten Zustand. Seit Jahren. Es reiht sich Notfahrplan
an Notfahrplan, es ist keine Besserung in Sicht. Die KVB verweist dabei
insbesondere auf ihren Personalmangel. Um diesem abzuhelfen fordern die Jusos
Köln:
Die KVB ist aufgefordert, eine Kurzausbildung für Studierende sowie
studentische Nebenjobs als Bus-/ oder Stadtbahnfahrer*in anzubieten.
Sie ist weiterhin aufgefordert, den Gehaltsforderungen der ver.di
nachzukommen, um wieder eine attraktive Arbeitgeberin zu werden.
Die Mitglieder der KölnSPD sind aufgefordert, sich im Stadtrat sowie in
den Aufsichtsräten der Stadtwerke Köln und der KVB AG dafür einzusetzen.
Begründung
Die Einführung von Kurzausbildungen und studentischen Nebenjobs für Bus- und Stadtbahnfahrer*innen könnte der KVB nicht nur kurzfristig helfen, den Betrieb zu stabilisieren, sondern auch Studierende langfristig für eine Tätigkeit im ÖPNV gewinnen. Gerade in einer Stadt wie Köln, mit einer großen Anzahl Studierender, liegt hier enormes Potenzial.
Die Einführung von studentischen Nebenjobs als Bus- und Stadtbahnfahrer*innen ist eine vielerorts bewährte Maßnahme, um Personalengpässe im öffentlichen Nahverkehr schnell und effektiv zu lindern. Andere Städte haben bereits erfolgreich gezeigt, wie Studierende als flexible und engagierte Arbeitskräfte in den ÖPNV integriert werden können:
Nürnberg (VAG): In insg. 30 Ausbildungstagen werden Studierende zu Bus- und Tramfahrer*innen ausgebildet. Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) hält das für eine gute Maßnahme, insbesondere in der Sicherheit sieht er keine Bedenken.
München (MVG): Die Münchner Verkehrsgesellschaft setzt auf gezielte Anwerbung von Studierenden und ermöglicht eine verkürzte Ausbildung für Nebenjobs als Fahrer*innen. Studierende profitieren von attraktiven Arbeitsbedingungen, und die MVG gewinnt nach eigenen Angaben zuverlässiges und motiviertes Personal, das oft über das Studium hinaus im Unternehmen bleibe.
Mannheim: Hier werden Studierende schon seit den 90ern ausgebildet und sind nicht mehr wegzudenken.
Auch in Magdeburg, Dresden und anderen Städten werden Studierende erfolgreich als Fahrer*innen eingesetzt
Diese Beispiele zeigen, dass die Rekrutierung von Studierenden nicht nur eine kurzfristige Lösung für Personalprobleme darstellt, sondern auch ein Modell, um langfristig qualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen. Die KVB sollte sich an diesen Vorbildern orientieren, um ihren Betrieb und vor allem die wenigen verbliebenen Mitarbeitenden zu entlasten.
Darüber hinaus sind faire Gehälter ein entscheidender Faktor, um die Attraktivität der KVB als Arbeitgeberin zu steigern. Der öffentliche Verkehr ist essentiell für die Mobilitätswende, den Klimaschutz und eine funktionierende Stadtgesellschaft. Es ist nicht hinnehmbar, dass die KVB aufgrund von Personalengpässen die Erwartungen der Fahrgäste nicht erfüllen kann.
