| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 10.2. Beratung der restlichen Anträge |
| Antragsteller*in: | SB Kalk |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 04.01.2025, 19:04 |
A29: Mobilitätshilfe an Stadtbahnhaltestellen zuverlässig gestalten
Weiterleitung
- Weiterleitung an:
- Köln SPD
Antragstext
Wir fordern von der Stadt Köln deutlich schnellere Reparaturen von Rolltreppen
und Aufzügen sowie niedrigschwellige und schnell verfügbare Alternativangebote
im Fall von Defekten oder Wartungsarbeiten, um Barrieren innerhalb der Kölner
ÖPNVs abzubauen und einen zuverlässigen Transport zu gewährleisten.
Begründung
„Menschen bewegen“ lautet der Slogan der KVB. Das dabei jedoch immer noch Menschen zurückgelassen werden, wird erst klar, wenn man die Barrieren der Stadtbahn in Kalk näher betrachtet. Dann wird klar, dass eine vollkommene Barrierefreiheit für Menschen, welche auf Grund von Behinderungen, Erkrankungen oder Verletzungen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, noch immer nicht gegeben ist.
Während die Stadt Köln in einer Beantwortung einer Anfrage im Frühjahr 2024 darauf verweist, dass von 16 Stadtbahnhaltestellen im Bezirk Kalk lediglich die Haltestelle Fuldaer Straße als nicht barrierefrei eingestuft sei[1], kommt es dennoch immer wieder zu häufigen schadensbedingten Ausfällen und Rolltreppen und Aufzügen.
Vor allem die Haltestelle Kalk Post ist hierbei immer wieder betroffen: Zurzeit ist laut der Internetseite der KVB der Bahnsteig mit Fahrtrichtung Kalk Kapelle weder mit Rolltreppe noch Aufzug zu erreichen. (Stand: 2. Januar 2025). Nach eigenen Angaben kann eine Rolltreppe oder ein Aufzug einen bis mehrere Tage defekt sein, bis es zu einer Reparatur kommt.[2]
Des Weiteren werden sowohl die Haltestellen Deutz Technische Hochschule und Fuldaer Straße von der KVB selbst als nicht barrierefrei eingestuft. Dem zu Folge ist von vier aufeinanderfolgenden Haltestellen der Linie 9 zurzeit lediglich eine für Menschen mit Mobilitätseinschränkung zugänglich.
Die Folgen sind vielfältig und werden meist von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen getragen, welche nun auf Umwege, Unterstützung durch Dritte oder teurere Alternativen wie zum Beispiel Taxis angewiesen sind, um ihr Ziel zu erreichen. Während die Stadt Köln basierend auf medizinischen sowie finanziellen Voraussetzungen bis zu 250 Euro als monatliche Mobilitätshilfe zur Verfügung stellt[3], so kompensiert dies nicht den zeitlichen Mehraufwand, die schlechte Planbarkeit im Alltag sowie die Einschränkungen in der Selbstständigkeit, welche durch die Ausfälle für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hervorgerufen wird.
Quellen
