| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 10.2. Beratung der restlichen Anträge |
| Antragsteller*in: | SB Lindenthal |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 04.01.2025, 17:18 |
A19: Drei Zimmer-1000 Euro- drei einzelne Zimmer 1700 Euro? Halt Stopp die Wohnung bleibt so wie´s hier ist!
Weiterleitung
Antragstext
Die Jusos Köln beschließen, dass sich dafür eingesetzt wird, dass bestehende
Mietwohnungen nicht weiter in einzelne WG Zimmer unterteilt werden dürfen, um
damit die Mietpreisbremse zu umgehen und damit die Gewinne zu maximieren.
Begründung
Den kölner Wohnungsmarkt als „angespannt“ zu bezeichnen ist angesichts eines durchschnittlichen Mietpreises von 15,40 Euro pro Quadratmeter ein Euphemismus. Ein Mechanismus, der den Mietzins einer Wohnung ganz schlagartig in die Höhe schnellen lässt ist die bestehende (mehrere Zimmer umfassende) Wohnung in einzelne WG Zimmer aufzuteilen. Dank der Regelung über Teilmöblierung (in der Regel in der (Gemeinschafts-) Küche) kann hierbei von der Mietpreisbremse getrost abgesehen werden. Diese „Teilmöblierten“ WG Zimmer werden im Schnitt mit 10 Euro pro Quadratmeter über dem Mietspiegel vermietet. Der neue Preis fließt dann seinerseits in den Mietspiegel mit ein und lässt ihn weiter ansteigen. So ist ein Teufelskreis geboren den wir alle mitzahlen, insbesondere jedoch junge, alleinstehende Personen, Studis, Azubis und Internationals die aus der reinen Not diese relativ gesehen viel zu teuren WG Zimmer anmieten. Besonders verheerend ist dabei, dass sie durchschnittliche Mietdauer eines WG Zimmers signifikant kürzer ist als in größeren Wohnungen und dadurch mit häufiger Neuvermietung der Mietzins immer weiter nach oben steigt.
