| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2026 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | SB Innenstadt |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 07.01.2026, 08:55 |
A4: KVB-Rad stärken: Verlässliche Radmobilität für Menschen in Köln
Weiterleitung
Antragstext
Die Jusos Köln fordern die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln dazu auf, sich für
eine spürbare Stärkung des KVB-Radsystems einzusetzen. Konkret soll die SPD
dafür arbeiten, dass:
mehr KVB-Räder im gesamten Stadtgebiet bereitstehen, besonders in dicht
besiedelten Vierteln und den äußeren Stadtteilen,
der technische Zustand der Räder zuverlässig verbessert wird durch regelmäßige
Wartung und schnelle Reparaturen,
die App-Standortanzeige präziser wird, damit Räder immer verlässlich auffindbar
sind.
Eine Einführung zentraler Fahrrad-Sammelpunkte:
Langfristig sollen feste Abstell- und Ausleihpunkte (z. B. an Bahnhöfen, ÖPNV-
Haltestellen, großen Plätzen wie Chlodwigplatz, Barbarossaplatz, Wiener Platz
etc.) eingeführt werden, die die Auffindbarkeit und Verlässlichkeit des Systems
erhöhen und dazu führen, dass die Menschen in der Stadt nicht zu viel Zeit in
die Suche nach- und den Weg zu den Fahrrädern investieren. Dies erfordert jedoch
zuerst eine Erhöhung der Gesamtzahl der verfügbaren Fahrräder und stellt ein
langfristiges Ziel dar.
Begründung
Das KVB-Rad ist ein zentraler Baustein einer modernen, klimafreundlichen und sozial gerechten Mobilität in Köln. Besonders junge Menschen, Studierende, Auszubildende und Menschen ohne eigenes Auto sind auf ein funktionierendes und verlässliches Leihradsystem angewiesen.
Gerade für sie bietet das KVB-Rad die Möglichkeit, flexibel, günstig und umweltfreundlich durch die Stadt zu kommen.
Aktuell jedoch erfüllt das System diesen Anspruch nicht. In vielen Veedeln stehen zu Stoßzeiten sehr wenige bis kaum Räder zur Verfügung, in Außenbezirken fehlt oft jedes Angebot. Hinzu kommt, dass ein beträchtlicher Teil der Räder technisch in schlechtem Zustand ist – von defekten Schlössern bis hin zu kaputten Satteln.
Die ungenaue Standortanzeige in der App erschwert zudem die Nutzung erheblich: Viele Menschen verschwenden unnötig viel Zeit damit, nach den Rädern zu suchen, die laut App eigentlich in der Nähe sein sollten und dann teils in komplett anderen Straßen oder Abschnitten gefunden werden.
Für viele junge Menschen wäre es ein wichtiges Signal, wenn Politik sichtbar und spürbar in ihrem Alltag etwas verbessert: Wenn Räder zuverlässig funktionieren, wenn die App korrekt arbeitet und wenn an zentralen Punkten immer verfügbare Räder stehen. Hier zeigt sich Politik im Kleinen: konkret, pragmatisch und wirksam. Ein gut funktionierendes KVB-Rad-System wäre damit nicht nur ein Fortschritt für die Verkehrswende, sondern auch ein Beispiel dafür, dass Politik etwas verändern kann und verändert.
Änderungsanträge
- Ä1 (Jusos Ehrenfeld, Eingereicht)
