| Veranstaltung: | Unterbezirksdelegiertenkonferenz 2026 |
|---|---|
| Status: | Beschluss |
| Beschluss durch: | UBDK |
| Beschlossen am: | 24.01.2026 |
| Antragshistorie: | Version 2 |
Erst Stadt, dann Spiele – Olympia in Köln nachhaltig gestalten
Beschlusstext
Die Jusos Köln fordern die KölnSPD auf, eine Bewerbung Kölns als “Leading City”
für Olympische Spiele der Region Rhein-Ruhr (2036/40/44) nur zu unterstützen,
wenn die geplanten Maßnahmen verbindlich festgeschrieben werden sowie
langfristig einen echten sozialen und infrastrukturellen Mehrwert für die
Menschen in ganz Köln und besonders in den Randbezirken schaffen.
Daher fordern wir:
1. Das geplante Olympische Dorf im Kölner Norden (Kreuzfeld) muss von Beginn an
so konzipiert werden, dass es nach den Olympischen Spielen dauerhaft in ein
bezahlbares, sozial durchmischtes Wohnviertel überführt wird.
2. Der Bau einer neuen S-Bahn-Station, neuer Autobahnab- und -zufahrten sowie
eines flächendeckenden Netzes sicherer Fahrradwege muss verbindlich zugesagt,
frühzeitig umgesetzt und langfristig gesichert werden.
3. Öffentliche Investitionen dürfen nicht überwiegend privaten Konzernen
zugutekommen, sondern müssen nachweislich den Bürger:innen vor Ort dienen.
4. Einbeziehung der Randbezirke in die Austragung und Planung. Olympische
Veranstaltungen sollen bewusst auch außerhalb der Innenstadt stattfinden, damit
Investitionen gerecht verteilt werden und nicht nur das Zentrum profitiert.
5. Öffentliche Gelder müssen der Allgemeinheit dienen, Investitionen durch Bund
und Land dürfen nicht überwiegend privaten Konzernen zugutekommen. Alle
Maßnahmen müssen nachweislich den Bewohner*innen vor Ort nutzen.
6. Langfristige und vorausschauende finanzielle Planung, um Kostenexplosionen zu
vermeiden.
Eine Zustimmung zu Olympia kann es nur geben, wenn diese infrastrukturellen
Verbesserungen vorab politisch beschlossen, nachhaltig geplant und ihr
dauerhafter Bestand garantiert wird.
